Erfahrungsaustausch der Wissenswerkstätten bei einem Treffen in Diepholz

Neue Erkenntnisse gesammelt

In diesem Jahr haben sich die Vertreter der Wissenswerkstätten zum Erfahrungsaustausch in Diepholz getroffen. Langfristig müsse es Wissenswerkstätten in allen Landkreisen unseres Landes geben, forderten die Teilnehmer. Denn es fehle an Schulabgängern mit Sinn und Leidenschaft für Technik und Informatik, betonten sie übereinstimmend.

Bei dem Treffen in Diepholz ging es um den Austausch und um gemeinsame Konzepte für die Zukunft. Die Diepholzer Wissenswerkstatt lenkte dabei nicht nur mit ihrer modernen Ausstattung die Blicke der Gäste auf sich, sondern auch mit dem Projekt „Humanoide Roboter“, das es in den anderen Wissenswerkstätten bisher so nicht gibt und daher Modellcharakter für alle anderen hat.

 „Roboter spielen in unserem Alltag eine immer größere Rolle“, sagte Dr. Heike Pabst, Leiterin der Wissenswerkstatt Diepholz. Die Digitalisierung sei ein Schwerpunkt ihrer Einrichtung. Sie berichtete, dass Lehrer aus dem Kreis Diepholz ein Netzwerk gegründet hätten, um sich im Kreisgebiet hinsichtlich von Robotik-Angeboten intensiver auszutauschen. Auch gehe es darum, künftig mehr Mädchen an die Robotik heranzuführen. Das sahen auch die Gäste so.

Neben der Robotik nahmen diese auch weitere Anregungen aus Diepholz mit nach Hause: Kevin Fischer von der Wissenswerkstatt Schweinfurt begeisterte sich zum Beispiel für die Dekupiersägen und möchte diese nun auch in seiner Einrichtung einführen.

Auch über den Lasercutter für die moderne Holzbearbeitung, den 3D-Drucker und viele weitere Konzepte und Techniken tauschten sich die Teilnehmer aus und reisten mit zahlreichen neuen Erfahrungen und Eindrücken wieder in die Heimat.

 Dr. Heike Pabst zog eine positive Bilanz: Das Treffen gab uns allen die Gelegenheit, voneinander zu lernen und neue Perspektiven zu entwickeln. Sie freue sich bereits auf das Wiedersehen im kommenden Jahr. Dann allerdings in einer der anderen Wissenswerkstatt.

 Die Wissenswerkstätten sind außerschulische Lernorte, die ihre Wurzeln in der vor über zehn Jahren entstandenen Wissenswerkstatt von ZF und VDI in Friedrichshafen haben. Mittlerweile wurde das Modell auf andere deutsche ZF-Standorte ausgeweitet, dazu gehören Passau, Schweinfurt, Saarbrücken, Schwäbisch Gmünd und Diepholz. Je nach regionaler Ausprägung sind unterschiedliche Sponsoren mit „an Bord“. Und immer mehr weitere Unternehmen schließen sich dem Erfolgskonzept an, weil sie davon angetan sind. „Denn Technik wird für Kinder und Jugendliche besonders erlebbar, wenn es einen Praxisbezug gibt“, so Dr. Pabst. Und den ermöglichen die Wissenswerkstätten.

 

 

 

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