Pressekonferenz auf der Baustelle im historischen Busdepot am Eurobahnhof am 9. Mai 2014

 

Aufbau der Wissenswerkstatt Saarbrücken

  • Umbaumaßnahmen in historischem Busdepot im Quartier Eurobahnhof nahezu abgeschlossen.
  • Offizielle Eröffnung und Kursstart der Wissenswerkstatt Saarbrücken am 4. Juli 2014
  • Anmeldungen online möglich ab Mitte Mai 2014. Angebot wird schrittweise erweitert.

Die wissenswerkstatt Saarbrücken nimmt Gestalt an. Die grundlegenden Umbaumaßnahmen im historischen Busdepot im Quartier Eurobahnhof sind weitestgehend abgeschlossen und die Werkstatt kann Anfang Juni bezogen werden. Dann heißt es, die mehr als 450 m²  Fläche mit einer mechanischen Werkstatt für Metall- und Holzbearbeitung, Laboren für Physik, Elektro- und Steuerungstechnik sowie einem Raum für Robotik auszustatten. Am 4. Juli 2014 wird die wissenswerkstatt offiziell feierlich eröffnet. Dies ist zugleich der Startschuss für das Kursprogramm.

Trägerverein

Träger dieser Einrichtung ist der gemeinnützige Verein Wissenswerkstatt Saarbrücken e.V., der im Juli 2013 von Vertretern der Hager Electro GmbH Co. KG, von Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG, der ZF Friedrichshafen AG am Standort Saarbrücken, der GIU mbH, dem Unternehmensverband Saar e.V., dem Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V., der Stiftung ME Saar sowie der IHK Saarland gegründet wurde. Neben den Gründungsmitgliedern unterstützen mittlerweile weitere Unternehmen den außerschulischen Lernort, wie die Festo AG & Co. KG, die Willy VOIT GmbH & Co. KG und die Saint-Gobain PAM Deutschland GmbH.

Ziele

Die Intention der Mitgliedsunternehmen ist es, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Wissenschaft und Technik spielerisch zu erleben und wortwörtlich zu begreifen – und das völlig kostenfrei. Jungen Menschen, besonders auch Mädchen, soll die Scheu vor Technik und Wissenschaft genommen werden, und sie sollen erfahren, welchen Spaß Tüfteln und Forschen machen kann. Wenn Kinder und Jugendliche zu einem sehr frühen Zeitpunkt ein Interesse für Mathematik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) und Umwelt entwickeln und sie ihre Talente erkennen, kann man ihnen langfristige berufliche und persönliche Perspektiven im MINT-Bereich aufzeigen. Viele saarländische Unternehmen sind auf technische Fachkräfte und Ingenieure angewiesen, vor allem im Hinblick auf den demographischen Wandel. Die Tüftler von heute können also die Ingenieure von morgen sein. 

Konzept

In der wissenswerkstatt steht das Selbermachen im Vordergrund.  In Praxiskursen erfahren die Kinder, was hinter den technischen Dingen des Alltags und hinter physikalischen Phänomenen steckt. Sie setzen das erworbene theoretische Wissen durch Tüfteln, Bauen und Experimentieren gleich um. Der praxisbezogene Ansatz ist damit auch eine ideale Ergänzung zum schulischen Lehrplan. Die Kurse sind je nach Altersstufe, Wissensstand und Interesse auf die Teilnehmer zugeschnitten. Sämtliche Kurse und Materialien sind für die Teilnehmer kostenfrei und die Werkstücke dürfen mit nach Hause genommen werden. 

Teilnehmerkreis

Mitmachen können Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 18 Jahren. Vormittags steht die wissenswerkstatt Schulklassen offen, nachmittags können Kinder und Jugendliche das Angebot auf eigene Initiative nutzen.

Kursangebot und Anmeldung

Das komplette Angebot mit  Inhalten, Terminen und verfügbaren Plätzen ist auf der Internetseite der wissenswerkstatt unter www.wiwe-sb.de  ausgewiesen. Über ein online-Formular können die Anmeldungen vorgenommen werden; Anmeldungen sind für alle Kurse notwendig, ob als Schulveranstaltung vormittags oder nachmittags in der Freizeit. Unter der Rubrik `Programm & Anmeldung` den bevorzugten freien Kurs und den Wunschterminen anklicken – kurz darauf folgt eine E-Mail zur Bestätigung.

Anmeldungen für die Kurse können ab Mitte Mai 2014 über www.wiwe-sb.de vorgenommen werden.

Informationsveranstaltungen werden für Eltern und Lehrer angeboten. Die Termine hierfür sind auf der Web-Seite aufgeführt. Anmeldungen hierfür sind ebenfalls nötig.

Kursgröße

Damit die Kursleitung auf die Fragen und Wünsche und nicht zuletzt auch auf das Arbeitstempo jedes einzelnen Tüftlers eingehen kann, beschränkt sich die Größe eines einzelnen Kurses auf 16 Teilnehmer. Natürlich können Schulklassen auch 2 Kurse parallel buchen. Damit kann auch den individuellen Vorlieben der Wissbegierigen – ob Metall- oder Holzbearbeitung oder Elektrizität – Rechnung getragen werden. Sollte eine Klasse aus einer größere Schülergruppen bestehen,  sollten Lehrerinnen und Lehrer sich direkt an die Leitung der wissenswerkstatt wenden; diese findet bestimmt eine passende Lösung. 

Startkurse

Am 4. Juli 2014 wird die wissenswerkstatt offiziell feierlich eröffnet. Zu Beginn stehen zunächst sechs Kurse für Kinder von 8 bis 12 Jahren zur Verfügung.

In der mechanischen Werkstatt wird folgendes gebaut:

  • "Dem Wasser auf der Spur: Kerzendampfer"
  • „Dem Wasser auf der Spur: Eislöffelturbine“
  • „Wenn die Luft arbeitet - Pneumatische Hebebühne“

 In der Elektrowerkstatt wird es mit Strom spannend und folgende Werkstücke entstehen:

  • „Einfacher Stromkreis“
  • „Der heiße Draht“
  • „Die elektronische Sanduhr“

Die Startkurse werden schrittweise um Themen aus den Bereichen Naturwissenschaften und Technik erweitert; Robotikkurse starten nach den Sommerferien.

Vorbild

Vorbild für das Konzept ist die wissenswerkstatt in Friedrichshafen. Die Bildungseinrichtung wurde 2009 von der ZF Friedrichshafen AG zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Politik ins Leben gerufen. Weitere Initiativen folgten diesem Beispiel und auch in Passau, Schweinfurt und Schwäbisch-Gmünd haben sich Industrieunternehmen, Verbände, Hochschulen und Kommunen zusammengefunden, um Kindern und Jugendlichen mit einem schulartübergreifenden Angebot  den Zugang zu Technik zu ermöglichen. Sie sehen, dass Technik mehr als Physik und mathematische Formeln ist, und dass der praxisnahe Zugang,  wie er in der wissenswerkstatt ermöglicht wird, ein Baustein für eine nachhaltige Nachwuchssicherung für den MINT-Bereich darstellt.